Podiumsdiskussion mit Lars Klingbeil
Am Freitag, den 2. Oktober, kam Lars Klingbeil zu uns in die Schule. Um 11 Uhr fand eine Podiumsdiskussion mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9 und 10 statt. Ab 10.45 Uhr versammelten sich die aufgeregten Schüler in der Aula und warteten.
Und dann kam er endlich. Er hätte auch bis direkt vor die Tür fahren können, aber er wollte lieber an der Straße halten und die letzten Meter über den Schulhof dann zu Fuß gehen.
In der Schule begrüßten ihn dann zuerst für die Schule Herr Barth und Herr Plotzki und auch Herr Dreyer ließ sich ein Händeschütteln für die Samtgemeinde nicht entgehen.
In der Aula angekommen begrüßten Herr Barth und Herr Klingbeil dann die Schülerschaft, bevor Herr Barth in den Hintergrund zurück trat und Herrn Klingbeil die Bühne überließ. Dieser präsentierte sich den Schülern gegenüber offen, verzichtete aufs Mikrophone und machte sich bereit den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zu stehen.
Eine ganze Stunde sollten die 9. und 10. Klässler Bescheid bekommen, ihn mit ihren Fragen zu löchern. Wenn der Vizekanzler, Finanzminister und SPD-Vorsitzende vorbeikommt, dann ist es natürlich klar, dass viele der Anwesenden zuerst recht nervös und aufgeregt sind und sich an ihre vorbereiteten Fragen klammern. Diese Aufregung legte sich aber recht schnell, was auch an der offenen und nahbaren Art von Herrn Klingbeil lag. Da belehrte kein abgehobener Politiker aus Berlin die kleinen Sottrumer Schüler von oben herab, auch wenn er mit seinen 1,96 m die Schüler deutlich überragte. Nein, da stellte sich ein Politiker den zukünftigen Wählern in seinem Wahlkreis, erzählte aus seinem Leben und vermittelte den Anwesenden, was es bedeutet Berufspolitiker zu sein, welche Verantwortung damit einher geht und was der Job so für Nebenwirkungen hat.
Und die Schülerinnen und Schüler nahmen das dankbar an. Die anfängliche Scheu verflog recht schnell und die Schüler trauten sich dann auch von ihren vorbereiteten Fragen abzuweichen und hakten auch nach, wenn sie mit einer Antwort nicht zufrieden waren oder sich aus der Antwort eine Frage ergab. Herrn Klingbeil schien es sichtlich Freude zu bereiten, das Interesse der Schüler zu stimulieren und zu bedienen. Auch bei schwierigen Fragen blieb er ruhig, machte sich die Antworten nicht leicht, verwendete keine leeren Politikerphrasen, sondern antwortete ehrlich und differenziert und auch so, dass die Schüler es verstehen konnten.
Um einen Eindruck zu vermitteln, hier ein Auszug aus dem Katalog von Fragen, denen er sich stellte:
- Warum wird aktuell viel mehr in Militär als in Bildung investiert?
- Wie sieht er den Krieg in der Ukraine und die Rolle der Nato?
- Was würde er als Bundeskanzler tun?
- Was würde er tun, wenn er nicht mehr Politiker wäre?
- Welche Meinung hat er zum Nahost-Krieg?
- Was sagt er:
- zum schlechten Abschneiden bei den letzten Wahlen?
- zum Streit bei den Regierungsparteien?
- zur schwierigen Lage Deutschlands insgesamt?
- zur Schuldenquote Deutschlands?
- War er schon immer in der SPD, bzw. wie hat er politisch angefangen?
- Was würde er tun, wenn er wieder 16 wäre und welchen Rat hätte er jetzt für sein 16jähriges ich?
- Welche Meinung hat bei der aktuellen Diskussion um KI?
- Wie geht er mit Gefahren um?
- Was sagt er zur aktuellen Lage der Autoindustrie?
- Was sagt er zu einem Islamismusproblem in Deutschland?
- Warum sind Drogen, wie Alkohol und Tabak in der BRD für Jugendliche so leicht zugänglich?
- Was nervt an der CDU am meisten?
- Was verdient er?
- Was sagt er zum schlechten Pisa-Abschneiden?
- Wie sieht die Politik in 10 Jahren aus?
- Wie sieht es mit Terminen bei Ärzten und den Problemen im Gesundheitswesen aus?
- Was für ein Fußballfan ist er?
- Wie sieht es mit den Problemen bei Wohnungsmangel und Rente aus?
- Welche Meinung hat er zur AFD?
- Was passiert, wenn die AFD an die Macht kommt?
Man sieht ein ganz bunter Mix an Fragen aus allen möglichen Bereichen. Teilweise ernste Fragen, bei denen sich Herr Klingbeil Zeit nahm diese verständlich und differenziert zu beantworten und teilweise Fragen, die schnell und direkt beantwortet wurden, wie z.B. als er sich als Bayern-Fan zu erkennen gab, was zu einem breiten „Ohhh!“ in weiten Teilen des, von Werder- und HSV-Fans dominierten, Publikums führte. Insgesamt war es eine tolle Stunde. Eine unglaubliche Erfahrung für die Schüler, eine scheinbar schöne Stunde für Herrn Klingbeil, denn er musste zum Ende hin mehrfach von seinem Team auf den Zeitplan hingewiesen werden und er nahm sich mehrfach Zeit nur noch kurz ein, zwei Fragen zu beantworten 😉 Aber auch für die Lehrer war es schön zu sehen, wie engagiert und interessiert sich die Schüler in die Diskussion eingebracht haben, nicht nur Fragen abgelesen haben, sondern nachgehakt haben und ein wirkliches Interesse an diesem Austausch hatten. Zum Abschluss der Diskussion nahm sich Herr Klingbeil noch Zeit für ein paar Fotos und Unterschriften.
mehr Bilder findet man auch bei:
https://www.instagram.com/larsklingbeil
https://www.facebook.com/klingbeil.lars/photos
Und mehr Informationen zu Lars Klingbeil gibt es auch hier:
https://www.lars-klingbeil.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Lars_Klingbeil
https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskabinett/lars-klingbeil-2342606
Bevor Herr Klingbeil dann wieder weiter musste, nahm er sich noch einen kurzen Moment Zeit für ein vertrauliches Gespräch mit der Schulleitung, von dem hier aber nichts berichtet wird.
Für die Oberschule Sottrum war dies ein besonderes Event, das wir so schnell nicht vergessen werden und gerne wiederholen würden.





























