Berufsorientierungskonzept

Berufsorientierung an unserer Schule

Praxiserfahrungen

Betriebspraktikum:

In Jahrgang 8 und 9 werden die Schüler*innen durch Betriebserkundungen im Rahmen eines 2-wöchigen Betriebspraktikums an die Arbeitswelt herangeführt. Im Betriebspraktikum erlangen sie Informationen, Erfahrungen und Erkenntnisse über betriebliche Arbeitssituationen.

Die Schüler*innen wählen ihren Praktikumsplatz selbstständig, werden dabei jedoch von der Schule unterstützt. Das Praktikum wird in einem differenzierten Praktikumsbericht dokumentiert. Nach dem Praktikum findet eine Auswertung statt. Die Termine für die Praktika können dem Terminkalender entnommen werden.

Zukunftstag für Jungen und Mädchen:

Im Rahmen des bundesweiten Aktionsprogramms nehmen die Schüler*innen der 5. bis 9. Klassen am Zukunftstag teil. Sie erhalten an diesem Tag Einblicke in verschiedene Berufe, die geeignet sind, das traditionelle, geschlechtsspezifisch geprägte Spektrum möglicher Berufe für Mädchen und Jungen zu erweitern.

Betriebserkundungen:

Integriert in die Themen des Wirtschaftsunterrichts erkunden die Schüler*innen verschiedene Arbeitsplätze bzw. Betriebe, interviewen Fachkräfte und recherchieren zu konkreten Inhalten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten somit Einblicke in die Berufswelt und reflektieren die Anforderungen von Berufen vor dem Hintergrund ihrer eigenen Interessen und Fähigkeiten, unter anderem im Mercedes Benz Werk in Bremen.

Schulinterne Maßnahmen:

Durch praktische Erfahrungen und betriebliche Praxis möchten wir die Entwicklung ökonomischer Kompetenzen bei den Jugendlichen fördern. Wirtschaftliche Strukturen werden bereits im Wirtschaftsunterricht erarbeitet. Die Selbstständigkeit und Eigenaktivität wird durch die Mitgestaltung des Schullebens gefördert, zum Beispiel durch den Kioskverkauf (Klasse 9), die Organisation des Weihnachtsbasars sowie den Verkauf von Getränken und Gebäck in der Pausenhalle.

Profil Technik an der BBS Rotenburg/Wümme:

Schüler*innen, die das Profil Technik gewählt haben, lernen in der 9. Klasse unterschiedliche Berufsfelder an der Berufsbildenden Schule Rotenburg kennen. Hier erproben die Jugendlichen ihre Fähigkeiten ein Schuljahr lang, jeweils einmal die Woche für vier Unterrichtsstunden in den Werkstätten der BBS. Nach ca. sieben bis acht Wochen wechseln die Berufsfelder. Durch die vertiefte Berufsorientierung während der Praxistage werden die Schüler*innen in ihrer Berufswahl unterstützt. Die unterschiedlichen Schwerpunkte können unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.bbs-row.de/region-des-lernens/arbeitsschwerpunkte/zusammenarbeit/

Kooperation mit weiterführenden Schulen

BBS-Informationsveranstaltung:

Jedes Schuljahr wird im November ein Eltern-Schüler*innen-Informationsabend der weiterführenden Schulen in unserer Schule organisiert, auf dem die Vertreter*innen der weiterführenden Schulen in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit ihre möglichen Bildungswege aufzeigen und bei Bedarf individuell beraten.

Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen

Präsentation von Berufen und Berufsfeldern:

Verschiedene Betriebe, Kammern und andere Vertreter*innen der Wirtschaft präsentieren in der Schule regionale Ausbildungsmöglichkeiten und zeigen verschiedene Bildungswege auf.

Unter anderem arbeiten wir eng mit der Volksbank Sottrum, der Bundesagentur für Arbeit und dem Jugendberufszentrum Rotenburg zusammen.

Berufsmesse:

Unsere Schüler*innen des 8. und 9. Jahrgangs nehmen an der Berufsmesse in der BBS Rotenburg und Zeven teil. Hier können erste direkte Kontakte zu regionalen Betrieben geknüpft werden.

Beruferallye:

Alle 2 Jahre wird in unserer Schule eine Berufe-Rallye für die Klassenstufen 8, 9 und 10 organisiert und durchgeführt. An der Berufe-Rallye beteiligen sich im Durchschnitt zwanzig Firmen aus der Region mit insgesamt 20 Ausbildungsberufen. Die Rallye hat zum Ziel, den ca. 200 Schüler*innen der 8., 9. und 10. Klassen einen Einblick in verschiedene regionale Berufe zu ermöglichen. Dabei stellen Unternehmen typische, einfache Aufgaben aus ihren jeweils angebotenen Ausbildungsberufen vor. Die Jugendlichen testen diese Aufgaben und erleben, welcher Ausbildungsberuf ihnen Spaß machen könnte und ihr Interesse weckt. Die direkte Kommunikation trägt immer wieder zur Vermittlung von Praktikums- oder Ausbildungsplätzen bei.

Kompetenzfeststellung:

Um Schüler*innen eine Unterstützung zur zielgerichteten, individuellen Entwicklung und Berufsorientierung zu geben, wird an der Oberschule Sottrum die Potenzialanalyse durchgeführt. Hierbei werden persönliche

Stärken und Entwicklungspotenziale von Jugendlichen im 8. Schuljahrgang ermittelt und im einem Auswertungsverfahren an die Schüler*innen weitergeleitet.

JUMP Bewerbungstraining:

Alljährlich findet das JUMP-Projekt in den 8. und 9. Jahrgängen statt. Hierbei führt die externe Trainerfirma UP Consulting GmbH einen Tag lang die Schüler*innen intensiv an die Berufswahl heran und bereitet diese auf die Berufsfindung vor.

Am Ende der Veranstaltung können unsere Schüler*innen unter anderem Tipps zur Umsetzung ihrer persönlichen Bewerbung, zum ersten Eindruck im Vorstellungsgespräch und zur Selbstvermarktung mitnehmen.

Individuelle Berufsorientierung

Jugendberufscoaching:

In Zusammenarbeit mit dem Jungendberufszentrum bieten wir ab Klasse 9 ein individuelles Berufswahlcoaching an. Ziel des Coachings ist es, die individuellen Vorhaben sowie die persönlichen Kompetenzen der Teilnehmer*innen herauszuarbeiten, diese im beruflichen und privaten Kontext zu reflektieren und sie dann zu einer Berufswahlentscheidung und perspektivisch zu einer Integration in den gesellschaftlichen und beruflichen Alltag zu führen.

Praxiscoach:

In Zusammenarbeit mit dem Jungendberufszentrum unterstützt der Praxiscoach die Jugendlichen ab dem 9. Jahrgang bei der individuellen Berufsorientierung. Der Praxiscoach hilft Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf bei der Wahl des Praktikums, beim Finden der Betriebe sowie beim Bewerbungsprozess und der Durchführung des Praktikums.

Schulsozialarbeiter:

Unsere Schule hat mehrere sozialpädagogische Fachkräfte, die im Rahmen des Förderprogramms der Landesregierung zur Durchführung sozialpädagogischer Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsbildung (ehemals „Hauptschulprofilierungsprogramm“) auch bei der Durchführung berufsorientierender und berufsbildender Maßnahmen unterstützen. Besonders förderbedürftige Schüler*innen werden durch unsere Schulsozialarbeiterinnen bei ihrer beruflichen Orientierung unterstützt und begleitet. Darüber hinaus sind unsere sozialpädagogischen Fachkräfte auch im Bereich der Prävention für die Planung und Durchführung von Präventionsprojekten und Sozialtraining tätig.

Berufsorientierung für Schüler*innen mit Migrationshintergrund:

Die Schüler*innen mit Migrationshintergrund erhalten an der OBS Sottrum nach Rücksprache mit den Klassenleitungen zusätzlichen Deutschunterricht in Abhängigkeit von ihren Vorkenntnissen. Aufgrund der sehr differenzierten Sprachkenntnisse und Kompetenzen wird die Berufsorientierung für die Schüler*innen mit Migrationshintergrund individuell gestaltet. Sie können am Praktikum ihrer Stammklassen teilnehmen, werden aber durch die Schulsozialarbeiterinnen beim Bewerbungsschreiben unterstützt.

Berufsberatung der Agentur für Arbeit:

Die Berufsberaterin der Arbeitsagentur stellt sich jeweils am Anfang des Schuljahres in den 8. Klassen vor. Dabei erläutert sie ihnen die Angebote der Arbeitsagentur. Danach bietet sie einmal wöchentlich in ihrer Sprechstunde individuelle Gesprächstermine in der Schule an.

Der 8. Jahrgang besucht das Berufsinformationszentrum in Verden oder Bremen.

Profile:

Unsere Schule ermöglicht eine individuelle Schwerpunktbildung in einem der Profile:

  • Französisch
  • Gesundheit und Soziales
  • Wirtschaft
  • Technik (9. Klasse an der BBS Rotenburg, 10. Klasse in der Schule).

Die genannten Profile werden in Klasse 9 und 10 doppelstündig angeboten Die Profile werden für 2 Jahre gewählt (außer Fremdsprachen).

Berufsorientierungsordner

Alle Schüler*innen ab Klasse 8 führen einen Berufsorientierungsordner (BOO), in dem sie ihren Berufs- und Studienorientierungsprozess, z. B. alle Praxistage und alle Bewerbungen dokumentieren. Der Ordner dient ebenfalls zur Unterstützung des Bewerbungstrainings und der Gestaltung der Praktikumsmappe. Er wird sorgfältig bis zum Schulabschluss geführt und soll danach an der weiterführenden Schule vorgelegt und vervollständigt werden.

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